WM 2026 Viertelfinale-Rückblick: das Nati-Aus, der VAR-Eklat und die letzten Vier
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WM 2026 Viertelfinale-Rückblick: das Nati-Aus, der VAR-Eklat und die letzten Vier
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Für uns in Liechtenstein endete an diesem Viertelfinal-Wochenende der letzte DACH-Traum: Mit der Schweizer Nati ist das Team ausgeschieden, um das die ganze Region gebangt hatte — und das auf eine Weise, die in der Deutschschweiz noch tagelang für Diskussionen sorgen wird. Gleichzeitig steht nach vier ausverkauften K.-o.-Spielen das Halbfinale-Feld: Frankreich, Spanien, England und Argentinien — zum ersten Mal in der WM-Geschichte erreichen die vier bestplatzierten Nationen der FIFA-Weltrangliste gemeinsam das Halbfinale. Hier ist der Rückblick auf alle vier Partien, mit dem Nati-Aus im Zentrum.

Inhalt
Argentinien – Schweiz 3:1 n.V.: das bittere Aus der Nati
Es war das Spiel, auf das die Region hingefiebert hatte — und es endete im Frust. Die Schweiz hielt gegen Weltmeister Argentinien lange mit: Alexis Mac Allister brachte die Albiceleste zwar früh in Führung (10.), doch Dan Ndoye glich in der 67. Minute verdient aus. Nur Minuten später kippte die Partie an einem einzigen Moment. Breel Embolo sah in der 72. Minute Gelb-Rot — wegen einer Schwalbe an der Seitenlinie, die der portugiesische Schiedsrichter erst nach VAR-Konsultation ahndete: Zunächst hatte er fälschlicherweise Leandro Paredes verwarnt, ehe die Bilder Embolo überführten, der vor jedem Kontakt abgehoben war.
Zu zehnt hielt die Nati die Verlängerung lange offen, ehe Julián Álvarez (112.) und Lautaro Martínez (120.+1) in der Schlussphase alles entschieden. Argentinien steht damit zum dritten Mal in Folge im WM-Halbfinale — die Schweiz, die ihr erstes Viertelfinale seit 1954 erreicht hatte, geht als grosser Verlierer eines umstrittenen Abends nach Hause.
Der Embolo-Eklat: Schweizer Frust und eine neue Regel
Kaum ein Platzverweis dieser WM ist so heftig diskutiert worden. SRF-Kommentator Sascha Ruefer liess seinem Ärger freien Lauf: «Für mich ist das ein Skandal!», rief er, und legte nach: «So können wir aufhören mit dem VAR!». Nati-Trainer Murat Yakin haderte mit dem Wendepunkt: «Wir hatten das Momentum auf unserer Seite, wir waren dominant, spielbestimmend». Und Captain Granit Xhaka fasste den Bruch in einem Wort zusammen: «Es war ein Gamechanger».
Im Kern dreht sich die Debatte um die bei dieser WM neu angewandte Auslegung, die dem VAR ein Eingreifen bei einer Spielerverwechslung erlaubt — selbst wenn der Schiedsrichter die Szene zunächst völlig anders bewertet hatte. Regeltechnisch war der Entscheid am Ende vertretbar; für das Schweizer Gefühl blieb er ein Stich ins Herz.
- Die Schweizer Nati ist ausgeschieden (1:3 n.V. gegen Argentinien) — das letzte DACH-Team ist raus.
- Der Gelb-Rot-Platzverweis gegen Breel Embolo (72.) nach VAR-Konsultation war der Wendepunkt und sorgt in der Deutschschweiz für heftige Kritik.
- Das Halbfinale-Feld steht: Frankreich, Spanien, England und Argentinien.
- Erstmals in der WM-Geschichte erreichen die vier Top-Nationen der FIFA-Weltrangliste gemeinsam das Halbfinale.
England – Norwegen 2:1 n.V.: Bellingham der Held
Das zweite Verlängerungs-Drama des Tages lieferten England und Norwegen in Miami. Andreas Schjelderup brachte Norwegen in der 36. Minute in Führung, doch Jude Bellingham glich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit aus (45.+2). Drei Minuten nach Beginn der Verlängerung (93.) stand der Mittelfeldstar erneut goldrichtig und drückte den Ball nach einem Abpraller vom norwegischen Torhüter über die Linie — 2:1 für die Three Lions. England zieht damit erstmals seit 2018 wieder ins WM-Halbfinale ein und trifft dort auf Argentinien — das erste WM-Duell dieser beiden seit 2002. Für Norwegen und den überragenden Turnier-Torschützen Erling Haaland (7 Treffer) ist die WM dagegen beendet.
Frankreich und Spanien souverän — der Turnierbaum ist komplett
Die obere Turnierhälfte hatte ihre Halbfinalisten bereits unter der Woche gefunden. Frankreich setzte sich mit 2:0 gegen Marokko durch (9. Juli, bei Boston) und blieb in der K.-o.-Phase ohne Gegentor — die Équipe Tricolore hat im gesamten Turnier erst zwei Treffer kassiert. Spanien rang Belgien mit 2:1 nieder (10. Juli, Los Angeles), der Siegtreffer von Mikel Merino fiel spät in der 88. Minute. Damit war klar: Im ersten Halbfinale treffen mit Frankreich und Spanien zwei der grössten Titelfavoriten aufeinander — einer von ihnen scheidet vorzeitig aus.
Einordnung für Liechtenstein
Zum ersten Mal seit Turnierbeginn schaut die Region einer WM-Endphase ohne eigenes Team zu. Das nimmt der Sache den Lokalpatriotismus, nicht aber den Reiz: Vier Weltklasse-Mannschaften, zwei Halbfinal-Kracher, und ein Wettmarkt, der sich zuspitzt. Wer das Nati-Aus sportlich verdauen will, richtet den Blick nun auf ein neutrales, aber hochkarätiges Finalturnier. Die komplette Einordnung liefern wir in unserer Halbfinal-Vorschau; die Tipps zu beiden Spielen stehen in den Prognosen zum Halbfinale. Das Team-Portrait der Nati bleibt unter Schweizer Nati abrufbar.
Hinweis zum verantwortungsvollen Spiel: Wetten ist Unterhaltung, keine Einkommensquelle. Setze nur, was du verschmerzen kannst.